Sekttrinker der Welt ! – vereinigt Euch gegen die Hungernden, die nur Brot wollen.

Es gibt grössere Sorgen in der Welt – zum Beispiel Armut und Hunger. Wen interressiert das schon, wenn es um Engpässe beim Sekt geht? Das ist doch das Wichtigste, dass alle die feinen Leute auf ihren Erfolg anstossen können mit viel Sekt vom Feinsten.
Champagner-Engpass

Sturm im Schampus-Glas

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Die immer weiter wachsende Nachfrage nach Champagner auf der Welt führt erstmals zu Engpässen. Jetzt buhlt die Industrie um die Kuhwiesen der Champagne-Bauern.
Von FOCUS-Korrespondent Manfred Weber-Lamberdière (Paris)
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Knappes Gut: Champagner
Die Welt dürstet nach Champagner. Von Cannes über Sankt Moritz bis zu den hippen Bars von Schanghai knallen die Korken in immer schnellerem Rhythmus. 340 Millionen Champagner-Flaschen wurden im vorigen Jahr weltweit geköpft, und dieser Rekord müsste eigentlich für alle Zeit Bestand haben.
Steigende Nachfrage – begrenzte Produktionsfläche

Eigentlich. Denn mehr Edel-Reben dürfen nach den strengen Vorgaben der geschützten Herkunftsbezeichnung (A.O.C.) nicht angepflanzt werden.
Gleichzeitig kommen Länder wie China, Indien oder die USA immer mehr auf den edlen Geschmack, so dass für die kommenden Jahre eine mindestens um zehn Prozent höhere Nachfrage erwartet wird. Besonders die Manager der großen Champagner-Häuser wie Moët&Chandon rauften sich die Haare und überlegten, wie dem Problem beizukommen sei: Wie wohl könnte die Menge der Champagner-Trauben erhöht werden, ohne dabei das A.O.C.-Dekret zu verletzen?

Getreidefelder als Goldgruben

Die Lösung: das Champagner-Dekret ändern, das seit 1927 gilt. Damals – heute kaum mehr vorstellbar – wollten manche Dörfer explizit nicht in die Champagner-Zone intergriert werden, weil so mancher mehr Gewinn mit Getreide als mit Weinreben machen konnte. Doch die Verhältnisse haben sich gehörig geändert: Auf die noch Auszuwählenden, ungefähr 40 Dörfer am Rand der heutigen Champagner-Zone, dürfte ein wahrer Goldregen prasseln: ein Getreidefeld würde über Nacht 200-mal mehr wert.

Bei diesem Sturm im Champagner-Glas stehen sich zwei starke Interessengruppen gegenüber: Hier die großen Champagner-Häuser, die nur den kleinsten Teil der Reben selbst anbauen. Dort die 15 000 Champagner-Bauern, die 90 Prozent aller Trauben liefern.

„Wenn wir das Gebiet nicht ausdehnen, wird sich der Champagner automatisch verteuern, was dramatische Folgen auf dem Weltmarkt haben kann“, warnte Ghislain de Montgolfier, Vertreter der großen Häuser (UMC). Die Winzer hingegen warnen davor, das Erfolgsmodell Champagner aus den Fugen zu heben. Und überhaupt, meint der Weinbauverband CIVC: Seit wann sei es schädlich, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt?

Prozess-Serie erwartet

Trotzdem müßen sich beide Gruppen jetzt zusammenreißen und nach einem Kompromiss suchen, mit denen Winzer und Champagner-Häuser gut leben können. Doch das wird nicht so einfach sein, noch stehen keine neuen Champagner-Dörfer fest. „Die Mitglieder der Auswahl-Kommission sollten schusssichere Westen tragen“, sagt man in der Champagner-Hauptstadt Reims. „Es ist wie bei der Wahl der Miss World“, sagt Montgolfier, „alle Teilnehmerinnen glauben, sie seien die Schönsten“.

Doch ganz so schnell geht es in der traditionsbewussten Champagne auch wieder nicht zu: Die Auswahl muss durch mehrere Instanzen, bis im kommenden Jahr das höchste Verwaltungsgericht entscheidet. Und dann wird bereits eine ganze Prozess-Serie erwartet, sodass durchaus zehn Jahre vergehen könnten, bevor die Trauben der ersten neuen Reben zu Champagner werden.

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